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Hausbrunnen

In Oberöstereich gibt es rund 90.000 Hausbrunnen und Quellen, die zur Trinkwasserversorgung herangezogen werden. Damit wird etwa ein Viertel aller oberösterreichischen Haushalte mittels eigenem Hausbrunnen mit Trinkwasser versorgt. Der bauliche Zustand dieser Brunnen und die Wasserqualität liegen allein in der Verantwortung der BesitzerInnen.

 

Im Downloadbereich finden Sie hilfreiche Tipps und Mindeststandards, die ein Hausbrunnen heute aufweisen soll.

MANGELHAFTER BRUNNEN:

 

Häufigster Mangel bei Brunnen ist eine schadhafte Schachtabdeckung. Durch geteilte Betondeckel können Insekten und Oberflächenwasser meist sehr leicht in den Brunnen gelangen. Feuchte, dunkle Plätze stellen ideale Lebensräume für Schnecken, Spinnen, Ameisen, Würmer, usw. dar. Mit dem Oberflächenwasser eingetragene Bakterien sowie Keime aus Kot und abgestorbenen Kleintieren verunreinigen den Brunnen und das Trinkwasser.

MANGELHAFTER BRUNNEN:

 

Auch durch undichte Schachtringe und unsachgemäße Kabel- und Rohrdurchführungen kann Oberflächenwasser in den Brunnen gelangen und Schmutz sowie Bakterien ins Wasser bringen.

Brunnen sollen mindestens 30 cm über Gelände hochreichen, um gegen Schnee und Niederschlagswasser ausreichend geschützt zu sein.

MANGELHAFTER BRUNNEN:

 

Blumenschmuck auf der Schachtabdeckung sieht zwar sehr nett aus, durch Bewässerung und Düngung können jedoch Schadstoffe und Bakterien in den Brunnen gelangen. 

MANGELHAFTER BRUNNEN:

 

Auch bei diesem Brunnen ist die Schachtabdeckung geteilt. Die vielen Moosposter am Schacht sind ideale Lebensräume für Kleintiere und Insekten. Dieser Brunnen besitzt auch keine ordnungsgemäße Belüftung. Da die Deckelhälften sehr schwer sind, wird der Brunnen auch nicht regelmäßig kontrolliert und geöffnet.

MANGELHAFTER BRUNNEN:

 

Auch Abdeckungen und Innenteile aus Holz sind nicht geeignet. Zudem ist bei morschem Holz die Einsturzgefahr sehr hoch. Schnecken, Asseln und andere Tiere fühlen sich unter solchen Umständen aber bestimmt sehr wohl.

MANGELHAFTER BRUNNEN:

 

Sehr oft ist um den Brunnen kein ausreichendes Schutzgebiet gegen bakteriologische und chemische Gefahren vorhanden. Dagegen kann selbst der modernste Brunnen nichts ausrichten.

Also: Brunnenstandorte im weiten Abstand zu Misthaufen, Viehweide oder Senkgrube wählen. Auch Hausbrunnen können durch die Wasserrechtsbehörde ein Schutzgebiet erhalten. Der Antrag ist bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde bzw. beim Magistrat zu stellen.

MANGELHAFTER BRUNNEN:

 

Häufig gelangt durch nicht entwässerte Vorschächte und undichte Brunnenköpfe Oberflächenwasser in den Bohrbrunnen.

MANGELHAFTER BRUNNEN:

 

Durch unbefestigte Vorschachtböden steigt hohes Grundwasser und Hochwasser in den Bohrrohrbereich und gelangt in den Bohrbrunnen.

BRUNNEN NACH DEM STAND DER TECHNIK:

 

- Er besitzt eine ordnungsgemäße Schachtabdeckung mit Belüftung, Dunsthut, Insektenschutzgitter

- Die Schachtabdeckung ist versperrbar.

- Die Abdeckung besitzt eine umlaufende Dichtung.

- Eine Öffnungshilfe erleichtert das Öffnen des Deckels.

- Der Brunnen liegt an einem geeigneten, schützbaren Standort.

BRUNNEN NACH DEM STAND DER TECHNIK:

 

- Der Brunnenschacht ist ausreichend über dem Gelände hochgezogen.

- Eine Sicherung verhindert das ungewollte Zufallen (zB. durch Wind) der Schachtabdeckung während der Wartung und Kontrolle.

- Kabel- und Rohrdurchführungen sind dicht ausgeführt.

- Der Brunnen liegt an einem geeigneten, schützbaren Standort.

 

Zur Bestellung unseres kostenlosen Ratgebers "Hausbrunnen" schicken Sie uns bitte eine E-Mail an ooewasser@ooe.gv.at.