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OÖ WASSER Nachrichten

 

01.08.06 00:00

Die anhaltende Trockenheit hat den oberösterreichischen Wassergenossenschaften bisher kaum Probleme bereitet.

Wenn Sie jedoch aktuelle Probleme haben, melden Sie sich.

 

Auf Grund der Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Trockenjahr 2003 haben sich viele Wassergenossenschaften bereits mit einem zweiten Vesorgungstandbein (Quelle, Brunnen) ausgestattet oder haben eine Versorgungsleitung zu einem benachbarten Wasserversorger errichtet.

 

OÖ WASSER rät von der Trinkwasserversorgung durch Feuerwehrtankfahrzeuge aus hygienischen Gründen grundsätzlich ab. Das gelieferte Wasser ist als Nutzwasser einzustufen. Bedenken Sie auf jeden Fall, dass durch verschmutztes Wasser auch die Trinkwasserleitungen verunreinigt werden können. Verwenden Sie nur hygienisch einwandfreies Trinkwasser aus Flaschen, Trinkwassercontainern oder abgepacktes Trinkwasser zur Notversorgung!

 

Probleme verursachen derzeit in manchen Regionen die sommerlichen Starkregen mit kurzen aber sehr starken, ergiebigen Niederschlägen.

Viele führen lokal zu Überschwemmungen oder Abschwemmungen im Bereich von Brunnen und Quellen, weshalb bei schlecht abgedichteten Wassergewinnungsanlagen auch hygienische Probleme in Form von Trübungen, überschrittenen bakteriologischen Parametern, muffigem Geruch auftreten.

 

Die häufigsten Probleme dabei sind:
  • schlechte Abdichtung von Quellen gegenüber dem Eindringen von Oberflächenwasser (am besten mit dichtem Beton oder Lehmschlag in ausreichender Stärke)
  • zu geringe Überdeckung bei Quellfassungen (mindestens 2,5 m)
  • schlechte Abdichtung bei Brunnen (entlang der Brunnenaußenwände kann Regenwasser in den Schacht eindringen) 
  • undichte Fugen zwischen den Schachtringen (Test: wässern Sie um den Brunnen und beobachten Sie, ob dieses Wasser durch die Fugen eintritt)
  • zu geringe Schachthöhe gegenüber dem Gelände (mindestens 30 cm über Bodenniveau; in gefährdeten Lagen (Schnee, Hochwasser) entsprechend höher)
  • Gelände "fällt" zum Brunnen (Regenwasser wird zum Brunnen geführt - wird häufig durch Setzungen hervorgerufen) Richtig ist ein Gefälle weg vom Brunnen
  • Schachtabdeckungen sind nicht oberflächenwasserdicht (es fehlt eine ordnungsgemäße Dichtung; Alter, Sonnenlicht und Belastung an den Ecken setzt den Dichtungen zu bzw. ist die Dichtung schon sehr stark flachgedrückt, sodass sie keine Dichtwirkung mehr hat)
  • häufig gibt es an den Übergangsstellen zwischen Beton- und Metallteilen Undichtheiten (Kleintiere wie Schnecken, Ameisen, Spinnen,... können ungehindert eindringen)
  • Belüftungsgitter sind falsch situiert (Wasser kann eindringen) bzw. sind beschädigt und nicht mehr insektensicher
  • Bohrbrunnen ohne Vorschachtentwässerung

Mangelhafte Brunnen!

Bunnen und Quellsammelschacht nach Stand der Technik

 

 

 

 

 

Tipps und Informationen zur richtigen Gestaltung von Brunnen und Quellen geben unser Ratgeber Hausbrunnen bzw. unsere Infoblätter im Infocenter.

 


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