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OÖ WASSER Nachrichten

 

04.07.12 00:00

Austausch unter Wasserfreunden

Unter diesem Motto fand in den letzten Junitagen das Wasserfest 2012 im Hauserhof statt. Wieder sind viele Freunde von OÖ WASSER zu dem, von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Dienststelle liebevoll vorbereiteten und bestens organisierten, Treffen gekommen. Die Spitze der Oö Wasserwirtschaft war mit Frau Direktorin Hofrätin Dr. Ulrike Jäger-Urban und Abteilungsleiter Hofrat Dipl.-Ing. Alfred Nadlinger vertreten, dazu waren aber auch viele Kollegeninnen und Kollegen aus den Abteilungen der Direktion für Umwelt und Wasserwirtschaft anwesend. Begrüßen durfte ich auch die Repräsentanten von der LINZ AG, WDL und den Welser Wasserwerken. Die namhaften Firmen der Wasserbranche waren ebenso gekommen, wie Vertreter des Oö.Raiffeisenverbandes.

 

Es ist für uns ein sehr wichtiges Signal, dass auch Herr LH-Stv. Franz Hiesl unserer Einladung zum Wasserfest gefolgt ist und in seiner Ansprache einmal die Bedeutung der Wassergenossenschaften für das Land Oberösterreich betont hat, aber auch ein eindeutiges Bekenntnis zur Dienststelle OÖ WASSER und deren Verbleib in der Landesverwaltung und im Hauserhof ablegte. Auf ein derartiges Statement der Politik mussten wir lange warten und wir können uns für die klare Ansage des LH-Stv. nur bedanken.

In die gleiche Kerbe schlugen die Grußworte von LAbg. Johann Hingsamer, Präsident des Oö.Gemeindebundes, welcher die Leistungen der Wassergenossenschaften in und für die Gemeinden hervorhob. Auch er erklärte, dass die Wassergenossenschaften unverzichtbar sind und einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Lebensqualität im ländlichen Bereich beitragen.

Im Reformprojekt ist viel von einer „Neupositionierung von OÖ WASSER“, von einer „Stärkung“ des Verbandes und einem „Mehrwert“ für die Genossenschaften und den großen Chancen der Weiterentwicklung gesprochen worden, die sich durch eine Auslagerung der Dienststelle hin zum Verband böten. Da ist schon einiges dran, aber man muss das auch gegen die sich ergebenden Risiken abwägen.

Es sind, trotz der langen Projektlaufzeit, noch viele Fragen unbeantwortet, aber eine grundsätzliche Frage drängt sich mir schon auf: „Können diese Chancen nicht auch innerhalb der Landesverwaltung umgesetzt werden?“ Im Rahmen der Projektarbeit sind eine Reihe von guten Vorschlägen gekommen, die man innerhalb der Verwaltung genauso verwirklichen kann, wie in einer ausgelagerten Organisation. Mit etwas guten Willen aller Beteiligten, gemeinsam zum Erfolg!

Natürlich unterliegt ein Dienstbetrieb vorgegeben Regeln, selbstverständlich müssen die Finanzströme transparent dargestellt werden, aber der Umgang mit ehrenamtlichen Funktionären erfordert auch eine gewisse Flexibilität. Zu vielfältig und zu unterschiedlich sind die Anforderungen die aus der Praxis kommen. Gefordert ist eine Servicestelle die übergreifend und interdiszipläner wirken kann, technische Probleme lösen, aber generalistisch auch bei den gleichzeitig anstehenden Fragen in organisatorischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Belangen beraten kann.

Die Dienststelle OÖ WASSER, mit dem erfahrenen Leiter Dipl.-Ing. Wolfgang Aichlseder, hat dies in der Vergangenheit mit exzellenter Kompetenz und großer Verantwortung erledigt und ist mit ihren personellen Ressourcen qualitativ sicher auch befähigt die zukünftigen Anforderungen zu bewältigen.

Ohne Zweifel liegt die operative Verantwortung ausschließlich bei der Verwaltung. Der OÖ WASSER, Genossenschaftsverband, sieht sich als legitimierter Vertreter der über 1.700 Wassergenossenschaften in Oberösterreich und wird in dieser Rolle die Belange und Erfordernisse der tausenden ehrenamtlichen Funktionäre gebündelt an das Land herantragen, umgekehrt aber auch strategische Ziele des Landes an die Genossenschaften transportieren. Der Verband hat dabei in der Vergangenheit nie das Maß der Dinge verloren, aber die zur Absicherung der Genossenschaften erforderliche Unterstützung eingefordert und wird das auch zukünftig mit allen Kräften tun.

Unser wichtigstes Anliegen ist es, nachdem von der Expertengruppe der Verbleib der Dienststelle innerhalb der Landesverwaltung dem politischen Lenkungsausschuss zur Entscheidung vorgeschlagen werden soll, dass die Dienststelle als funktionsfähige Einheit erhalten bleibt, dass es für die Genossenschaften einen Ansprechpartner gibt und dass der Verband ein wirksames Mitgestaltungsrecht erhält.

Dafür zu sorgen, ist unser Wunsch an die verantwortlichen Politiker, an deren Spitze der zuständige Referent Landesrat Rudi Anschober, aber auch die betroffene Bereiche der Landwirtschaft mit Landesrat Max Hieglsberger, der Personalverantwortung mit LH-Stv. Franz Hiesl und nicht zuletzt an Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

Ich wünsche allen „Wasserern“, seien es die Funktionären der Genossenschaften, Kollegen, Partner und Freunde aus der Wasserwirtschaft oder MitarbeiterInnen der Dienststelle schöne, erholsame Ferientage und verbleibe mit der Hoffnung, dass wir noch viele gemeinsame Wasserfeste im Hauserhof genießen können

mit genossenschaftlichen Grüßen

 

Konsulent Werner Sams

Obmann OÖ Wasser



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