Newsletter  Kontakt Drucken Schriftgröße A A A  English English

OÖ WASSER Nachrichten

 

02.02.11 00:00

Woran erkennt man Keime im Wasser?

 Der ORF berichtet dazu auf http://noe.orf.at/stories/496257/

UMWELT 02.02.2011

In den letzten Monaten hat es zwei Fälle von verkeimtem Trinkwasser in NÖ gegeben: in St. Veit /Gölsen (Bez. Lilienfeld) und in Waldegg (Bez. Wr. Neustadt). Woran kann man erkennen, ob Trinkwasser mit Keimen verseucht ist?


Nach starken Regenfällen kann es zu Verkeimungen kommen. Gelbliches Wasser muss nicht verseucht sein
Ulrike Schauer von der Abteilung Umwelthygiene des Landes Niederösterreich sagt, dass es sehr schwierig sei, verkeimtes Wasser aus der Leitung zu erkennen:

"Das Wasser kann klar und geruchlos sein und trotzdem Keime enthalten. Wenn das Wasser andererseits gelblich ist, muss das nicht unbedingt eine negative Beeinflussung sein. Es gibt geologisch bedingte Verfärbungen des Wassers wie etwa durch Huminsäuren oder durch erhöhten Eisengehalt", erklärt die Expertin.

Zu Verkeimungen des Wassers kann es nach starken Regenfällen oder nach einem Hochwasser kommen.
Auch Lokalaugenscheine können angeordnet werden.

 

Öffentliches Trinkwasser wird kontrolliert
Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgung wird mehrmals im Jahr kontrolliert, erläutert Ulrike Schauer: "Die Unternehmer sind zur Eigenkontrolle verpflichtet. Sie schließen mit einer Untersuchungsanstalt einen Vertrag ab. Je nach Größe der Anlage werden jährlich ein bis vier Mal Proben entnommen und die Gutachten der Behörde vorgelegt."

Im Anlassfall können die Trinkwasserkontrollore des Landes ebenfalls Proben ziehen und Lokalaugenscheine vornehmen.

Experten warnen vor Schnelltests. Eigenverantwortung bei Hausbrunnen
Bei einem Hausbrunnen muss der Besitzer die Überprüfung in Auftrag geben. Von Schnelltests, die der Hausbrunnenbesitzer selbst abfüllt und per Post verschickt, hält Walter Schlesinger, Lebensmittelaufsichtsorgan für Trinkwasser, nicht viel.

Bei der Entnahme der Probe können sehr viele Fehler passieren, erklärt er: "Wenn man es nicht professionell macht, etwa den Wasserhahn durch Flämmen steril macht, können schon bei der Probenentnahme Keime hineinkommen. Das würde das Ergebnis verfälschen."
 

 



« zum Newsarchiv

Trenner