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OÖ WASSER Nachrichten

 

20.12.10 00:00

Und wieder neigt sich ein Jahr seinem Ende zu

... und es wäre noch so Vieles zu tun!

Für viele von uns bedeuten die Tage im Dezember Eile, Hast und Hektik. Aber muss das so sein? Wenn wir unsere Aufgaben während des Jahres planmäßig wahrgenommen haben, so sollten wir gelassen und entspannt auf das Erreichte zurück schauen.

 

OÖ WASSER blickt zurück auf einen vollgefüllten Veranstaltungskalender und die zahlreichen Teilnehmer die als Wasserwarte, Obleute und Kassiere umfassend geschult und informiert werden konnten. Mit dem Thema „Wasserpreis“ bei den Stammtischen und in Spezialseminaren haben wir uns den aktuellen Anforderungen der wirtschaftlich kritischen Situation gestellt.

Am InfoTag-Trinkwasser konnten wir mit weit über 200 Interessierten sehr grundsätzliche Themen, wie Leitungsrechte, Entschädigungen und ua. den Betrieb von Hydranten behandeln und diskutieren. Die begleitende Fachausstellung von Firmen aus dem Wasserfach fand ein sehr positives Echo.

 

Zahlreiche OÖ WASSER-Mitgliedsgenossenschaften folgten der Einladungen zur 37. ordentlichen Generalversammlung. Die Neuwahlen in Vorstand und Aufsichtsrat brachten eine weitgehende Neugestaltung dieser Gremien.

Dass die Mitarbeiter der Beratungsstelle Oö. Wasser wieder allen Anforderungen mit viel Sachverstand und Umsicht gerecht wurden, dass sie vielen Genossenschaften in teilweise prekären Situationen aber auch bei manchmal banal erscheinenden Problemen geholfen haben und damit nachhaltig zur Bestandssicherung und Existenz der über 1.600 Mitgliedsgenossenschaften in Oberösterreich beitragen, wird nach beinahe 65 Jahren Verbandstätigkeit als selbstverständlich angesehen!

Aber ist das so selbstverständlich?

 

Die Beratungsstelle, deren Leistungen überwiegend den Verbandsgenossenschaften zu Gute kommen, wird finanziell fast ausschließlich vom Land Oberösterreich getragen. Natürlich tragen auch die Mitgliedsbeiträge und die Eigenkostenanteile ihr Scherflein bei, aber eben nur einen sehr mäßigen Anteil.

Niemanden dürfte entgangen sein, dass die finanzielle Lage der öffentlichen Haushalte sehr angespannt ist und landauf und landab von Reformprojekten die Rede ist. Auch die Beratungsstelle, als Dienststelle Oö. Wasser des Landes Oberösterreich, ist einem solchen Reformprojekt unterworfen. Der Genossenschaftsverband OÖ WASSER war und ist aufgefordert sich an diesem Prozess zu beteiligen. Dazu fanden einige Vorsprachen bei Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und dem zuständigen Landesrat Rudi Anschober statt. Letzterem wurde Ende September ein Positionspapier des Verbandes überreicht.

Derzeit arbeitet ein Team des Landes in einem "Sonderprojekt Oö. Wasser" daran, Optionen für eine wirtschaftlichere Organisationsform für die Beratungsstelle zu finden. Der Vorstand ist insoweit eingebunden, als er durch Teilnahme bei den Teamsitzungen über den Verlauf des Projektes ständig informiert ist und dort auch seine Argumente und die Sicht der Wassergenossenschaften einbringen kann. Das ist sehr viel mehr als Betroffene in anderen Reformprojekten mitreden können. Bis Ende des ersten Quartals 2011 sollten die ersten Ergebnisse vorliegen und wir werden unsere Mitglieder zum gegebenen Zeitpunkt weiter informieren.

 

Wie notwenig die übergeordnete Vertretung durch OÖ WASSER ist, hat ua. die Abwehr der geplanten Belastungen für die Wassergenossenschaften durch die AGES-Finanzierung gezeigt, welche nur im Zusammenwirken mit der ÖVGW und anderen Landesdachverbänden gelang.

Ob die großen Einsparungspotentiale nun gerade bei der notwendigen Unterstützung der im ländlichen Raum agierenden Wassergenossenschaften gefunden werden muss ist fraglich, wo zum Beispiel die Spitalfinanzierung bei den Gemeinden heuer mit über 276 Millionen Euro zu Buche schlagen wird und somit 307 Gemeinden in OÖ heuer zum Schuldenmachen zwingt. Und das werden nächstes Jahr wohl noch einige mehr sein.

 

Liegen die Verantwortungen für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung bei Wassergenossenschaften, so kommt es in den überwiegenden Fällen sowohl zu einer finanziellen Entlastung des Gemeindesäckels als auch zu einer Entlastung bei deren operativen und administrativen Aufgaben, welche dann durch Ehrenamtliche besorgt und erfüllt werden. Sparsames und kostenbewusstes Wirtschaften der Genossenschaften, gerade in den ländlichen Ungunstlagen, trägt letztendlich massiv zur Entlastung der Familien bei.

Die Übernahme von ehrenamtlichen Aufgaben ist aber ebenfalls keine Selbstverständlichkeit. Insbesondere auch in den Wassergenossenschaften stellt sich immer häufiger die Frage, geeignete Nachfolger zu finden. Daher werden wir das Problem der Nachfolge im Ehrenamt im kommenden Jahr als zentrales Thema unserer Stammtische behandeln. Daneben wird es wieder ein umfangreiches Seminarprogramm geben, welches für alle Bereiche nicht nur den langjährig amtierenden Funktionären, sondern speziell auch den Nachwuchskräften das nötige Rüstzeug für ihr Wirken vermitteln soll.

 

Also freuen wir uns über unsere Erfolge im zu Ende gehenden Jahr und schauen wir mit Zuversicht in das Jahr 2011. Wir alle werden auch nach dem 1. Jänner wieder einige Schritte nach vorne tun können und unsere Wassergenossenschaften weiter erfolgreich sichern und ausbauen.

Ich wünsche allen viel Erfolg bei der Erfüllung der anstehenden Aufgaben und bei der Umsetzung von geplanten Projekten und verbleibe

 

mit genossenschaftlichen Grüßen

Konsulent Werner Sams

Obmann OÖ WASSER



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