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OÖ WASSER Nachrichten

 

05.03.10 00:00

Erfahrungsberichte aus Wassergenossenschaften:

Unerklärbare Druckschwankungen im Leitungsnetz

Eine Wassergenossenschaft berichtete von unerklärbaren Druckabfällen und -schwankungen in einem Endstrang ihres Versorgungsnetzes.

Die versorgten Objekte befinden sich in Hanglage über der Hauptleitung.

Das Phänomen stellte sich dar, indem an den Hausanschlüssen Druckschwankungen zwischen 1 und 6 bar auftraten. Vorallem bei Wasserentnahmen fiel der Wasserdruck oft sehr bald auf ein Minimum ab.

Ursache und Lösung: Ursprünglich war keine Entlüftung für eventuell auftretende Luft bzw. nur die Entlüftung über die Hausanschlüsse vorgesehen. Eine seperate Entlüftung am Hochpunkt brachte nun die Verbesserung und erspart bei den Hausanschlüssen viel Ärger für die unangenehmen Druckschwankungen.

Wasserzähler zählt auch bei Nullverbrauch im Haus

Mehrere Wassergenossenschaften berichteten von festgestellten Mehrverbräuchen bei verschiedenen Hausanschlüssen. Die Vermutung nach defekten WC-Spülkästen oder Leckstellen in der Hausinstallation erwiesen sich nach eingehender Prüfung als falsch. Manchmal auch verbunden mit unnötigen Kosten für die Druckprüfung durch Installateure oder andere Fachbetriebe.

Ursache und Lösung: In allen Fällen waren Wasserzähler nicht in Einbaugarnituren bzw. ohne sonstige Rückflussverhinderer in der Hausinstallation eingebaut worden. Durch (auch in anderen Netzabschnitten möglichen) Druckschwankungen im Versorgungsabschnitt wurde der Wasserzähler ständig mit durchfließendem Wasser (in und aus der Hausinstallation) beaufschlagt. Manche Wasserzähler registrieren auf Grund von produktionsbedingten Fertigungsgenauigkeiten (sind alle geprüft und zugelassen) nur einströmende Wassermengen bzw. ein- und ausströmende Wassermengen nicht im gleichen Ausmaß. So kann es vorkommen, dass im Vergleich zu anderen Verbrauchszeiträumen bis zu mehrere hundert m³ Wasser am Wasserzähler aufgezeichnet und der Verrechnung zugeführt werden können - zum Ärger der betroffenen Hausbesitzer, die den Mehrverbrauch nicht tatsächlich konsumiert haben.

Verwendet man nun eine Einbaugarnitur (gemäß Norm darf ein Wasserzähler nur in Verbindung mit einer Einbaugarnitur betrieben werden) bzw. einen Einsteckrückflussverhinderer, so treten diese Phänomene der unerklärbaren Mehrverbräuche nicht mehr auf. (Kosten: Einbaugarnitur ca. 60 Euro, Einsteckrückflussverhinderer ca. 3 Euro)

 

Falls Sie interessante Berichte und Erfahrungen haben, schicken Sie uns eine Information dazu an: ooewasser@ooe.gv.at. Wir stellen diese gerne auf für andere Wasserversorger zur Verfügung.



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