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OÖ WASSER Nachrichten

 

15.12.09 00:00

Neues aus der Abwasserwelt

Aus Teilnahmen bei Fachseminaren und Veranstaltungen haben wir Interessantes und Wissenswertes für Sie zusammengefasst:

 

Österreichischer Kleinkläranlagentag in Wien

  • Verlässlichkeitsvergleich verschiedener Kleinkläranlagensysteme: Am Besten schneiden SBR-Anlagen und bepflanzte Bodenfilter-Anlagen ("Pflanzenkläranlagen") ab
  • Erfahrungsbericht zu bepflanzte Bodenfilter-Anlagen: Häufigste Probleme (ungleichmäßige Beschickung, mangelhafte Intervallbeschickung, Schilfschnitt im Frühjahr besser als im Herbst (Frostschutz),...). Bei richtiger Wartung und kontrolliertem Betrieb sind diese Kleinkläranlagen sehr leistungsfähig und bringen sehr gute Reinigungserfolge.
  • Eine Studie aus Salzburg und Tirol zeigte auch gute Einsatzerfolge auf Schutzhütten bei richtiger Dimensionierung der Anlage trotz strengeren klimatischen Verhältnissen.
  • Aus Untersuchungen lässt sich Ableiten, dass für Pflanzenkläranlagen dank sehr guter Reinigungsleistungen zukünftig eine Reduzierung der benötigten Fläche zu erwarten ist.

 

Desinfektion von Abwasser bei Kleinkläranlagen

  • Technisch ist die Abwasserdesinfektion bereits heute möglich: Ist sie jedoch auch tatsächlich notwendig?
  • in bestimmten Situationen: Einleitung in Vorfluter in Wasserschutzgebiet, Versickerung des gereinigten Abwassers in sensiblen Bereichen, Einleitungen in Badegewässer,... kann Desinfektion von gereinigtem Abwasser zielführend sein 

 

Erkenntnisse und Entwicklungen der letzten Zeit aus dem Abwasserbereich:

  • Es wird allen Betreibern von Abwasseranlagen (Gemeinden und Genossenschaften) empfohlen, in Kanalordnungen einen Übergabepunkt (-stelle) festzulegen, falls dies noch nicht fixiert wurde. Zukünftig könnten hier Streitfälle bezüglich Wartung und Instandhaltungskosten bzw. Sanierungsaufträge entstehen.
  • Der Ankauf von Grundstücken für Kläranlagenstandorte ist nicht mehr (auch bei einmaliger Pacht) förderfähig. Für Pumpwerksstandorte gilt dies nicht; diese sind weiterhin förderfähig, da diese als Teil der Leitungen gesehen werden.
  • Aufmerksam gemacht werden soll darauf, dass Einbauten in Straßen und Verkehrswegen den Richtlinien und Vorschriften für den Straßenbau (kurz RVS) unterliegen und sämtliche Schächte gleichhoch mit dem Gelände sein müssen.
  • Die Erstellung eines digitalen Leitungskatasters wird sowohl durch Bund (2 Euro/Laufmeter; max. 50% der Kosten) als auch Land OÖ gefördert. bei Inanspruchnahme der Landesförderung gilt natürlich die Einhaltung der Mindestgebühren des Landes als Förderrichtlinie. Die digitalen Pläne werden zukünftig vom Land OÖ ("DORIS") im Internet verwaltet und stehen den Betreibern online zur Verfügung. Einsicht haben die jeweiligen Betreiber und die Gemeinden.
  • Die neuen Mindestgebühren (für Anschluss und Benützung) des Landes OÖ werden zukünftig an den Verbraucherpreisindex (VPI) gebunden und steigen jährlich mindestens um 2% (bisher fixe Stufenbeträge). Diese Regelung gilt vorläufig bis 2015.


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