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OÖ WASSER Nachrichten

 

30.09.09 00:00

Neues aus der Abwasserwelt

In den vergangenen Wochen hat sich im Abwasserbereich einiges getan. Wir berichten über die Aktivitäten:

Arbeitssicherheit

Dieses Thema wird sehr häufig etwas "stiefmütterlich" behandelt und das Risiko eines Unfalles unterschätzt.

Wir rufen die Verantwortlichen auf, sich ernsthaft über Unfallvermeidung und Versicherung Gedanken zu machen.

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OÖ WASSER gewährt eine 50% Förderung für den Ankauf von Dreibeinen zur

Sicherung der Klärwarte beim Einsteigen in Schächte

OÖ WASSER gewährt eine 50% Förderung für den Ankauf von Gasspürgeräten zur 

Kontrolle von gefährlichen Gasen vor dem Einsteigen in Schächte

 

Klärwärterschulung und Weiterbildung

Zur Ausbildung zum geprüften Klärwärter gewährt OÖ WASSER eine 50% Förderung.

Auch für die sinnvolle Impfung gegen Hepatitis A B des Klärwärters gibt es seitens OÖ WASSER einen 50% Zuschuss (Kosten ca. 150-200 Euro).

Ebenso unterstützt OÖ WASSER jede fachliche Weiterbildung der Klärwarte (zB. ÖWAV-Tagungen,...) mit 50% der Kosten.

 

Informationen über den 3. Österreichischen Kleinkläranlagentag am 24. September 2009 in Wien

Mit der Teilnahme von Ing. Roland Nöbauer seitens OÖ WASSER, kann auch kurze Information über die Tagungsinhalte gegeben werden:

- zukünftig genügen zur Planung von Pflanzenkläranlagen 4 m² je Einwohner (früher 5 m²)

- aus einer Studie über die Verlässlichkeit von Kleinkläranlagen sind Pflanzenkläranlagen und SBR-Anlagen als die klaren Favoriten hervorgegangen

- eine Forschungsarbeit hat sich mit dem Thema Energieausbeute aus der Abwassertemperatur beschäftigt: die Energie ist zur Nutzung meist zu gering

- aus Sicht der Mikrobiologie gibt es ein Vielzahl an Bakterien, Viren, Keimen und Hormonen, die im Abwasser die Kläranlage unbeschadet überstehen und in die Bäche gelangen. Zum Einen ist deshalb eine Impfung für den Klärwärter (Hep. A B, Thetanus,...) empfehlenswert, andererseits wird in einigen Fällen zukünftig die UV-Desinfektion von Abwasser Thema werden. Gerade in Bereichen von kleinen Vorflutern (Bäche in die gereinigtes Abwasser eingeleitet wird) und im Nahbereich von Wasserschutzgebieten könnte dies behördlich vorgeschrieben werden.

 

Optimierung des Betriebes von Kläranlagen

Sauerstoffsonde:

Der Einsatz von Sauerstoffsonden hat sich bei vielen WGs als sinnvoll zur Steuerung der Belüftung und in Folge zum Energiesparen erwiesen. OÖ WASSER fördert deren nachträglichen Einbau mit 50% der Kosten als Maßnahme zur Qualitätssteigerung.

 

Messgeräte:

Die Analyse des Abwassers hinsichtlich Ammonium, Nitrat, Nitrit, Temperatur, pH-Wert und Phosphat, sowie BSB und CSB ist Teil der Aufgaben des Klärwärters.

Neben Teststreifen, deren Genauigkeit sehr stark von den tatsächlichen Konzentrationen abhängt, sind Fotometer wesentlich bessere, weil genauere Messgeräte.

Die Kosten für solche Fotometer liegen mittlerweile, abhängig vom Untersuchungsumfang und vom Zubehör, im Bereich von 800-1000 Euro.

OÖ WASSER sucht derzeit geeignete, kostengünstige Geräte bei verschiedenen Anbietern und wird in Kürze an die Abwassergenossenschaften informieren.

Wahrscheinlich wird es im Herbst bzw. Frühjahr eine Einkaufsaktion geben.

 

Eifrige Gründungsaktivitäten bei den Abwassergenossenschaften

In den letzten Sommerwochen haben sich 15 neue Abwassergenossenschaften gegründet und wurden diese von OÖ WASSER technisch, organisatorisch und steuerlich beraten.

Insgesamt werden durch Ing.Roland Nöbauer derzeit 135 Abwassergenossenschaften als Mitglieder des Dachverbandes und etwa 130 Abwassergenossenschaften noch als Nichtmitglieder (mit eingeschränkten Leistungen) betreut.

 

Die Zentren der Abwassergenossenschaften in OÖ liegen im Innviertel, dem unteren Mühlviertel (bes. Urfahr-Umgebung und Freistadt)

sowie in den Bezirken Kirchdorf und Steyr-Land.



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