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OÖ WASSER Nachrichten

 

29.09.09 00:00

Rückblick Fachexkursion Wasserversorgungsanlagen in OÖ

Am 17. September besuchten 35 Teilnehmer aus Wassergenossenschaften, Planungsbüros und der Wasserwirtschaft des Landes 3 genossenschaftliche Wasserversorgungsanlagen im Mühlviertel. Ziel waren die neuen Wasserspeicher in Walding, Bad Leonfelden und Ulrichsberg.

 

Die Fachexkursion führte zur WG Walding und deren Betriebsgebäude mit Leittechnik, welches die Teilnehmer besichtigten. Der HB Hamberg, ein Wasserspeicher bestehend aus zwei 100 m³ Edelstahltanks samt Gebäude wurde 2007 seiner Bestimmung übergeben und ist der erste Edelstahl-Trinkwasser-Speicher dieser Art in OÖ.

Hier vertraut man dem bewärten Werkstoff, der in der Lebensmittelindustrie breite Anwendung findet. Obmann Ernst Rechberger und sein Stellvertreter Dr. Anton Mahringer gewährten uns Einblicke in Technik und Verwaltung ihrer Wassergenossenschaft.

 

 

Der weitere Weg führte die Teilnehmer nach Bad Leonfelden zum neuen Hochbehälter in Stahlbetonbauweise.

Dieser wurde am 1.1.2000 übergeben und versorgt die Stadt. (Durchschnittsverbrauch 700-800 m³ pro Tag)

Die beiden Kammern des Wasserspeichers sind gefliest, was heutzutage auf Grund möglicher Verkeimungsgefahr eher vermieden wird. Da die Wassergenossenschaft jedoch äußert strenge Wasseruntersuchungen durchführen lässt, können eine Verkeimung schon im Ansatz erkannt und Maßnahmen ergriffen werden.

Auf Grund des sauren, aggressiven Wassers aus den 14 Quellen muss das Wasser entsäuert werden, was in einer zentralen, automatisierten Anlage erfolgt.

Obmann Albert Mayer und Wasserwart Martin Huemer-Grasböck führten uns durch die Anlage.

 

 

Das 3. Besichtigungsziel war der Hochbehälter in Ulrichsberg am Böhmerwald. Die WG versorgt ca. 400 Haushalte und Betriebe (darunter Fa. Neuburger "Leberkäse") mit Trinkwasser.

Auch hier ist eine Entsäuerung notwendig. Wasserwart Josef Berlinger führte die Rückspülung eines Entsäuerungsbeckens vor. Obmann Rudolf Stöbich informierte über die Versorgungsstruktur und Organisation der Wassergenossenschaft.

Eine seht intelligente und nachahmenswerte Lösung wurde und präsentiert: Die Wassergenossenschaft nützt das natürliche Gefälle des Zulaufwassers aus den Quellen zur Stromgewinnung mit einer Peltonturbine.

 



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