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OÖ WASSER Nachrichten

 

29.09.09 00:00

Die 1.500-ste OÖ WASSERgenossenschaft bekam die Bewässerung im Eferdinger Becken bewilligt
Erstes Projekt in der Gemeinde Pupping in Umsetzung

Mit der behördlichen Bewilligung ist nunmehr eines der größten landwirtschaftlichen Infrastrukturprojekte Österreichs grundsätzlich genehmigt. Das bedeutendste Gemüseanbaugebiet Westösterreichs - das Eferdinger Becken - kann nachhaltig mit einem einzigartigen Bewässerungsnetz versorgt werden.  Ein Brunnen wird künftig statt 3 ha ca. 60 ha Fläche versorgen. Somit ist die Erzeugung von hochwertigen Lebensmitteln in Eferding nachhaltig gesichert.

Landesrat Rudi Anschober, Landesrat Dr. Josef Stockinger, Obmann Ewald Mayr

 

Zum offiziellen Start und der behördlichen Grundsatz-Bewilligung lud die Wassergenossenschaft Eferdinger Becken zu einer Feier. Die Landesräte Dr. Josef Stockinger und Rudi Anschober präsentierten dabei gemeinsam mit Wassergenossenschafts-Obmann Ewald Mayr und Hofrat Dr. Egon Ellrichshausen von der Bezirkshauptmannschaft Eferding die nächsten Schritte des Generationenprojektes.
Die Landesräte sind Unterstützer dieses Vorhabens. Sie erreichen damit ein ökonomisches und ökologisches Sichern der Eferdinger Lebensmittelerzeugung.

"Der Gemüsebau ist ein Aushängeschild des Genusslandes Oberösterreich" betonte Agrarlandesrat Dr. Josef Stockinger, "die Unterstützung des Projektes durch das Land sichert die Wertschöpfung in der Region". Stockinger sprach von einer nachhaltigen Investition in den Eferdinger Gemüsebau.

Landesrat Rudi Anschober wies besonders auf die ökologischen Vorteile hin: "Eine starke Agrarerzeugung in unmittelbarer Nähe sorgt für kurze Transportwege. Durch die Ökobrunnen wird der Energieaufwand der Beregnung auf ein Viertel und die CO2-Emissionen auf ein Zehntel reduziert". Anschober betonte auch die gute Zusammenarbeit zwischen der Wassergenossenschaft und dem Dachverband der oö. Wassergenossenschaften OÖ WASSER.
Von einem Jahrhundertprojekt sprach der Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Eferding, Dr. Egon Ellrichshausen: "Statt 300 Einzelbescheide wurde nun ein Bescheid ausgestellt, das reduziert den Verwaltungsaufwand deutlich".

Die Wassergenossenschaft Eferdinger Becken wurde im Jahr 2006 gegründet. Seither sind 261 Grundbesitzer mit einer Fläche von ca. 2800 ha der Genossenschaft beigetreten. Diese Fläche soll künftig durch 42 Ökobrunnen flächendeckend bewässert werden. Damit ist eine nachhaltige Bewirtschaftung möglich.
Die leistungsfähigen Ökobrunnen sind Gemeinschaftsanlagen, aus welchen das Wasser elektrisch mittels Verteilernetz zu den Feldern gepumpt wird. Hydranten bei den Feldstücken sorgen für die einfache Entnahme. Obmann Ewald Mayr verspricht sich durch das Bewässerungsnetz wesentliche Vorteile: "Ein Ökobrunnen ist ökologisch, weil dadurch Lärm und Abgase wegfallen und ökonomisch, weil die entstehenden Wasserkosten geringer sind als bisher". Mit einem Brunnen können ca. 60 ha Ackerkulturen versorgt werden. Mit der Grundsatzgenehmigung sind die Brunnenstandorte rechtlich gesichert.

In einem weiteren Schritt wurde das erste Detailprojekt "Pupping Nord" geplant. In den nächsten Monaten sollen für dieses Gebiet 7 Ökobrunnen errichtet und 11  km Rohre verlegt werden. 240 ha sollen somit im ersten Bauabschnitt versorgt werden. 5 weiter Detailprojekte werden vorbereitet.

 

Obmann Ewald Mayr, Landesrat Dr. Josef Stockinger, Landesrat Rudi Anschober, Dr. Egon Ellrichshausen

 

Weitere Informationen:
Wassergenossenschaft Eferdinger Becken
Obmann Ewald Mayr
Linzerstraße 4, 4070 Eferding
Mobil: 0664/2421471
Tel. und Fax: 07272/20584
info@wg-eferdingerbecken.at
www.ooewasser.at/eferding



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