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OÖ WASSER Nachrichten

 

29.09.09 00:00

Wir wurden informiert, dass das Austrian Institute of Technology (AIT) in Seibersdorf eine österreichweite Untersuchung zum Urangehalt im Trinkwasser und Leitungswasser durchführt. Zu diesem Zweck wurden an die österreichischen Wasserversorger, auch viele Wassergenossenschaften, Briefe ausgesandt.

Das AIT Seibersdorf bezieht sich in seinen Aussendungen auf ein Forschungsprojekt dessen Ziel und Auftraggeber nicht bekanntgegeben werden. Ebenso wird nicht zugesichert, dass die gewonnenen Daten vertraulich behandelt werden und vor einer eventuellen Veröffentlichung mit dem Einsender der Probe Rücksprache gehalten wird. Es wird lediglich zugesichert, dass die Analysen ohne Kosten für den Einsender durchgeführt und die Ergebnisse auch kostenlos zur Kenntnis gebracht werden.

 

Dazu muss man wissen, dass mit den heutigen Untersuchungsmethoden in einem Untersuchungsgang eine sehr große Anzahl an weiteren Schwermetallen sowie weiteren Inhaltsstoffen untersucht wird, darüber wurde nicht informiert. Was passiert mit dem,  fürs Trinkwasser Verantwortlichen? Auch darüber schweigt sich das AIT aus.

Wir halten diese Vorgangsweise für nicht seriös und können die Mitarbeit daher auch nicht empfehlen. Es kann ja spekuliert werden, ob diese Untersuchungen Aufbereitungsfirmen, selbsternannte Aufdecker, Geschäftemacher bekommen. Behörden agieren im Normalfall nicht ohne vertrauliche Behandlung.

Die ÖVGW empfiehlt:
Da die Teilnahme an diesem Forschungsprojekt nicht verpflichtend ist, sollte vor einer kostenlosen Teilnahme bzw Einsendung von Wasserproben auf jeden Fall zuerst der Auftraggeber und Finanzier des Forschungsprojektes erfragt werden. Weiters sollte man sich vertraglich zusichern lassen, dass die Einzelergebnisse eines Unternehmens nur nach Zustimmung des betreffenden Unternehmens veröffentlicht werden. Es ist nicht ratsam Wasserproben untersuchen zu lassen ohne den Auftraggeber der Untersuchung zu kennen und ohne die Veröffentlichung der Ergebnisdaten beeinflussen zu können.

 

Bereits im September 2008 hat die ÖVGW ihre Mitglieder mittels Schreibens über die in Deutschland auftretenden Probleme mit Uran im Trinkwasser informiert und auch gleichzeitig empfohlen, die Rohwässer auf Uran untersuchen zu lassen. Mit diesem Schreiben haben sie die Mitglieder auch um die Untersuchungsdaten gebeten, wobei sie die vertrauliche Behandlung zugesichert haben.

Empfehlung der ÖVGW über Uran [10 kB]






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