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OÖ WASSER Nachrichten

 

15.09.08 00:00

Werte GenossenschafterInnen!
 
ÖR Franz Mair hat nach 22 jähriger Tätigkeit in den Führungsgremien von OÖ Wasser, seit 2000 als Obmann des Vorstandes, bei der letzten Generalversammlung Anfang Juli 2008 sein Amt aus Altersgründen zurückgelegt und mich, den bei der Generalversammlung anwesenden Mitgliedern des OÖ Wasser Genossenschaftsverbandes, als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Für das einstimmig ausgesprochene Vertrauen der anwesenden Vertreter der Wassergenossenschaften darf ich mich nochmals herzlich bedanken.
 
Nach fast dreißigjähriger Aufgabenerfüllung in verschiedenen leitenden Positionen in der österreichischen Tochter eines weltweit agierenden Technologiekonzernes, bin ich seit 2000 als freiberuflicher Unternehmensberater aktiv.
Mit dem „Wasser“ bin ich 1983 als Schriftführer in der Wasserversorgungsgenossenschaft Untersee-Au, Gemeinde Bad Goisern, im inneren Salzkammergut in Berührung gekommen.
Seit 1988 stehe ich der Genossenschaft, mit derzeit 635 Mitgliedern als Obmann zur Verfügung. 1992 wurde ich in den Vorstand von OÖ Wasser berufen, ab 1998 als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates und ab 2000 als Vorsitzender des Aufsichtsrates. Gerade in letzter Funktion durfte ich Obmann ÖR Mair in vielen Angelegenheiten zur Seite stehen und konnte dabei tiefe Einblicke in die Thematik der Wasserwirtschaft gewinnen. Für diese gute kollegiale Zusammenarbeit gilt ÖR Franz Mair auch an dieser Stelle nochmals mein besonderer Dank.
 
 
 
Die Mitwirkung im Strategieprojekt „Zukunft Trinkwasser“ des Landes bot eine weitere Möglichkeit Erfahrungen zu sammeln und überdies die wichtigsten Exponenten und Mitspieler der Wasserwirtschaft in OÖ und darüber hinaus kennen zu lernen.
Und gerade diese Erfahrungen sind es, die mir Genossenschaften als eine effiziente Möglichkeit erscheinen lassen, Teile unseres Lebens selbst zu gestalten. Was wäre nahe liegender und wichtiger, als das unverzichtbare Lebensmittel Wasser selbst in die Hand zu nehmen, selber zu bestimmen woher unser Wasser kommt, selber zu bestimmen was mit unserem Wasser geschieht, selber zu gewährleisten, dass es für unsere Mitglieder zu tragbaren Kosten verfügbar ist und es auch künftig sein wird.
Die Wassergenossenschaften sichern dies mit ihrer Arbeit täglich.
 
Zuhörer eines Seminars
Aber nur gut ausgebildete Leute sichern den Bestand der Genossenschaften nachhaltig. Ein großes Anliegen war und ist mir daher die Ausbildung unserer Wasserer. Und die Ausbildung darf sich keinesfalls nur auf die „Fachausbildung“ zum Beispiel der Wasserwarte oder Klärwärter beschränken. Welche Chance hat ein Wasserwart seine Anforderungen, seine Notwendigkeiten durchzusetzen, wenn nicht auch Obmann/frau, KassierIn, SchriftführerIn und die übrigen Ausschussmitglieder ein Grundwissen an den hygienischen, gesetzlichen und sonstigen Anforderungen besitzen? Je breiter das Wissen gestreut ist, desto einfacher ist ein arbeitsteiliges Wirken im Team möglich.
 
Ein weiterer Aspekt ist die Gewinnung von jungen Nachwuchsfunktionären. Immer wieder beobachte ich, dass das Gejammer um geeignete Mitarbeiter vielfach hausgemacht ist.
 
 
Es sind immer wieder junge Leute bereit sich den Anforderungen zu stellen,
  • wenn der persönliche Umgang innerhalb der Genossenschaft, innerhalb des Ausschusses, stimmt,
  • wenn die installierte Technik eine gewisse Herausforderung bedeutet und aber auch,
  • wenn die Möglichkeit zur Weiterbildung geboten wird.
Dies gilt für alle Bereiche in gleicher Weise; ob Abwasser, Entwässerung oder Wasserversorgung und Sondergenossenschaften, alle haben die gleichen Kernprobleme.
 
Ein weiteres Ziel ist die intensivere Einbindung der Genossenschaften in den Verband. Unabdingbar ist dazu eine noch bessere Kommunikation. Einen wesentlichen und zeitgemäßen Beitrag dazu soll auch der heute erstmalig herausgegebene NEWSLETTER bieten. Früher hat das Rundschreiben, den Genossenschaftsbrief halt der „Postler“ gebracht, heute bringt die elektronische Post den Newsletter via Internet ins Haus. Wichtig ist unter anderem, dass der Newsletter nicht kopiert werden muss um allen Ausschussmitgliedern in gleicher Weise zur Kenntnis gebracht zu werden. Die Bekanntgabe der E-Mail Adresse genügt und schon landen die Informationen an der richtigen Stelle und die richtige Stelle ist nicht nur die Obfrau, nicht nur der Obmann, sondern alle, die in der Genossenschaft mitarbeiten. Hier gilt dasselbe wie schon bei der Ausbildung gesagte:
  • Wissen (Information) schafft Handlungssicherheit,
  • Wissen schafft Identifikation mit den Aufgaben,
  • Wissen festigt das Selbstbewusstsein und
  • ermöglicht ein fundiertes, glaubhaftes Eintreten für die Belange der Genossenschaft.
Der Informationsfluss darf aber keine Einbahn sein. Wenn der Genossenschaftsverband die Belange der Genossenschaften wirksam vertreten soll, so brauchen wir Eure Rückmeldungen, wir brauchen Eure Meinungen zu aktuellen Themen, wir brauchen Informationen, wo Euch der Schuh am meisten drückt. Wichtig ist dabei die frühzeitige Kontaktaufnahme, ein rasches E-Mail im Vorfeld, da können wir agieren, wenn’s einmal brennt, so können wir meist nur noch reagieren.
Also bitte nutzt die neuen Medien!
Nutzt bitte auch das Forum“ auf unserer Homepage www.ooewasser.at um Themen zu diskutieren, aber auch um Fragen zu stellen. Fast kein Problem ist einmalig, irgendeine der über 1.500 Genossenschaften hat vielleicht eine Lösung. Stellt aber auch gute Lösungen oder Erfahrungsberichte bereit, irgendeine der Genossenschaften hat vielleicht dasselbe Probleme und ist für einen guten Tipp dankbar.
 
Viele Fragen bewegen mich und wären diskussionswürdig. Es würde aber den Rahmen der Erstausgabe sprengen und es wird sicher in den nächstfolgenden Ausgaben noch ausreichend Gelegenheit geben, zu dem einem oder anderen Thema meine Meinung zu äußern.
Abschließend möchte ich mich bei allen Mitarbeitern, die zum Gelingen des Newsletter ihren Beitrag leisten, herzlich bedanken und verbleibe
 
mit genossenschaftlichen Grüßen
 
Werner Sams


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