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Wasserzähler

Wasserzähler messen Wassermengen. Werden sie zur Abrechnung verwendet, müssen sie dem Maß- und Eichgesetz entsprechen. Mit Großwasserzählern werden die gesamten in ein Wasserleitungsnetz eingespeisten Wassermengen registriert. Der Vergleich zwischen dem Zählergebnis des Hauptzählers und der Summe der Hauswasserzähler lässt einen Rückschluss auf nicht gemessene Wassermengen zu. Messdifferenzen können z.B. auf Undichtheiten, Wasserverluste, nicht gemessene Hydrantenentnahmen, Wasserüberlauf im Behälter, etc. hinweisen und sind wichtig für die Erstellung einer Wasserbilanz.

 

In Österreich dürfen für die Verrechnung nur Wasserzähler mit Zulassung für Österreich verwendet werden. Sie unterliegen dem Maß- und Eichgesetz. Dieses bestimmt, dass eine Nacheichung bzw. der Austausch des Wasserzählers spätestens alle 5 Jahre erfolgen muss.

 

Neben den herkömmlichen Wasserzählern gibt es auch Bauarten, die zur Ausgabe eines elektrischen Impulses ausgestattet sind. Dies ermöglicht den Anschluss eines Datenspeicherungsgerätes (Datalogger), um den zeitabhängigen Verbrauch über einen längeren Zeitraum zu erfassen bzw. für den Anschluss einer Dosierpumpe im Falle einer notwendigen Wasseraufbereitung, Dichtheitskontrolle des Netzes.

 

Wasserzähler müssen jederzeit zugänglich sein und dürfen nicht durch Regale und andere Gegenstände verstellt werden. Vor und nach jedem Wasserzähler muss ein Absperrventil angebracht sein, damit der Aus- und Einbau möglich ist. Der Einsatz einer Einbaugarnitur samt Absperrventile und Rückflussverhinderer auf einem Bügel ist heute Stand der Technik. Da Wasserzähler auch im Zählwerksbereich mit Wasser durchströmt werden, ist darauf zu achten, dass Zähler frostsicher eingebaut werden. Die vorgesehene Einbaulage ist unbedingt zu beachten, weil durch Lufteinschlüsse das Zählergebnis beeinflusst werden kann.

 

Wird ein Zählergebnis angezweifelt bzw. ist eine Kontrolle auf ordnungsgemäße Funktion des Wasserzählers notwendig, so wird die Prüfung beim Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen gegen Gebühr durchgeführt. Diese Befunde gelten auch vor Gericht.

 

 

 

Diese Fragen treten beim Einsatz von Wasserzählern häufig auf:

Frage: Kann ein Wasserzähler zu wenig anzeigen?
Antwort: Aus Verbrauchstabellen kann ein üblicher Verbrauch errechnet werden. Liegt das tatsächliche Zählergebnis weit unter dieser Abschätzung, so könnte der Wasserzähler auch auf Grund von Sand oder anderen Schwebstoffen blockiert oder gebremst werden. Eine Spülung nach Ausbau des Wasserzählers mit reinem Wasser ist sinnvoll und in den meisten Fällen ausreichend. Da der Wasserzähler bei geringen Wasserverbräuchen ("Schleichmengen") nicht so genau zählt, werden diese kleinen Mengen nicht vollständig erfasst.

Frage: Kann ein Wasserzähler zu viel anzeigen?
Antwort: Aus Verbrauchstabellen kann ein üblicher Verbrauch errechnet werden. Liegt das tatsächliche Zählergebnis weit über dieser Abschätzung, so könnte dies eher auf Undichtheiten in der Hausinstallation hinweisen. In diesen Fällen gibt eine Dichtheitsprüfung Klarheit. Der Wasserzähler könnte aber auch auf Grund von Druckschwankungen im Leitungsnetz beeinflusst werden. Meist kann dieses Problem durch Einsatz eines Rückflussverhinderers (Ist Stand der Technik sh. ÖN B2538) vermieden werden.

Frage: Unterliegen alle Wasserzähler einer Eichpflicht?
Antwort: Alle Wasserzähler, deren Zählergebnisse zur Verrechnung herangezogen werden unterliegen der Eichpflicht gemäß Maß- und Eichgesetz. Diese Wasserzähler müssen spätestens in einem Intervall von fünf Jahren nachgeeicht bzw. ausgetauscht werden. Die Eichperiode beginnt mit dem Jahr der Eichung, d.h. unabhängig davon, ob der Wasserzähler verwendet wird oder nicht und endet nach fünf Jahren. Kontrollzähler, über die keine Verrechnung erfolgt unterliegen dieser Eichpflicht nicht. Aus Genauigkeitsgründen wird jedoch ein Austausch nach 15-20 Jahren (bzw. wenn Hinweise auf Fehlmessung) empfohlen

Frage: Kann ein Zählergebnis manipuliert werden und wie kann man sich schützen?
Antwort: Aus Erfahrung kommt es leider immer wieder zu Manipulationen an Wasserzählern, um Geld bei der Abrechnung zu sparen. Dies erfolgt meist durch zeitweisem Ausbau des Zähler und Ersatz durch ein Leerrohr bzw. durch verkehrten Einbau, um den Zählerstand wieder zurückzustellen. Beide Manipulationen sind bei Einsatz einer Plombierung ausgeschlossen bzw. können zumindest vom Wasserversorger erkannt werden. Da immer wieder behauptet wird, dass man am Plombendraht hängen bleiben kann und so der Draht beschädigt wird, empfehlen wir den Einsatz von Plombierschellen aus Kunststoff. Diese tragen außerdem den Aufdruck "Wer die Plombe beschädigt, wird strafrechtlich verfolgt.", was zusätzlich vom Manipulieren abhalten soll.

Frage: Kann man sich den Zählerwechsel erleichtern bzw. wer macht ihn?
Antwort: Der Einsatz von normgerechten Wasserzähler-Einbaugarnituren macht einen Wasserzählerwechsel relativ einfach. Manche Wasserzählerhersteller weisen auf eine Innovation bei den Wasserzählern hin, wonach nur mehr der Zählereinsatz alle fünf Jahre gewechselt werden muss und enorm Zeit gespart werden kann. Leider wird dabei oft vergessen, dass es gerade im Zählergehäuse durch Verwirbelungen zu Ablagerungen kommt und sich dort Keime ansiedeln können. Wichtig ist also unabhängig von der Zählerbauart die Reinigung und Entfernung der Ablagerungen im Zählergehäuse, damit ist ein Zeitverlust auch nicht mehr gegeben.

Den Tausch eines Wasserzählers kann ein  Wasserwart bzw. Wassermeister genauso vornehmen wie Fachleute aus dem Installateurgewerbe bzw. Wasserservicefirmen.

 

OÖ WASSER TIPP:

OÖ WASSER Mitglieder erkundigen sich beim Kauf

von Wasserzählern über die OÖ WASSER Preise.
 


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